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Günther Uecker: Spirale 2010 leider vergriffen


Günther Uecker: Spirale 2010

Prägegrafik auf handgeschöpftem Büttenpapier
aus dem Jahr 2010
handsigniert und nummeriert

Erschienen anlässlich des 80. Geburtstages des großen Künstlers Günther Uecker

Dieses Blatt ist ein Stück Zeit-und Kunstgeschichte: Der Verlauf des Nagelreliefs in Kombination mit den größten Maßen, die Uecker je in einem grafischen Werk umsetzte, machen diese Arbeit zu einem einmaligen künstlerischen Ereignis.
Die Spirale, die häufig auch in der Geometrie mit der Schraube verwechselt wird (diese aber im Gegensatz zur Spirale zwingend ein räumliches Gebilde ist) interessiert Uecker nicht zuletzt in der Tradition des Zen, dem der Künstler nahesteht. Dabei handelt es sich um eine japanischen Strömung des Buddhismus.
Die Spirale in ihrer gleichmäßig ruhigen Kraft, die sowohl nach innen, wie aussen leitet, trägt eine starke Symbolkraft, die Uecker fasziniert und gleichermaßen aufgreift. Sowohl in der Kunstgeschichte (siehe das Land Art Kunstwerk von Robert Smithson "spiral jetty", das 1970 in der Wüste von Utah entstand), als auch in der Natur (Schnecke) sind Spiralen bekannte Erscheinungsformen.
Die Umsetzung der "Spirale 2010" ist, sowohl im Sinne von Zen, als auch unter künstlerischen Gesichtspunkten absolut gelungen. In der gleichmässigen Umrandung der Spirale vom dicken Bütten, als auch der konsequenten Nutzung des quadratischen Formates, sind alle formalästhetischen Gesichtspunkte erreicht. Das dicke, fast starre, schwere Papier ist durch die Qualität in Kombination mit der Feuchtigkeit beim Prägevorgang extrem gewellt. Ein Phänomen, welches der Fachmann mit "das Blatt tanzt" bezeichnet.
Die großen, voluminösen, zum Teil in der Länge variierenden Nägel, tragen in ihrer Präsenz zur immensen Ausstrahlung der Arbeit bei. Mit welcher Wucht, Kraft und dennoch unglaublichen Präzision der 80 jährige Künstler das Metall ins Holz getrieben haben muß um die Druckvorlage für die Blindprägung erstellen zu können, die dann den seriellen Abzug von neunzig gleichen Prints möglich macht, ist sich in der Phatasie des Vorstellenden kaum auszumalen. Kein Wunder also, daß die 90 Exemplare beim Verleger vor Erscheinen der Grafik bereits vergriffen waren.
Michael Marius Marks

Auflage:  90 Exemplare
Motiv:  117 x 117 cm
 

Leider vergriffen

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