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Der Künstler Udo Lindenberg

Udo Lindenberg (* 1946 in Gronau) ist längst Kult, und auch für seine Malerei gilt: Er bleibt sich absolut treu und präsentiert lustvoll seine Panikwelten, die stets malerische Umsetzung seiner Musik und Weltauffassung sind. Seit Mitte der 1990er Jahre malt Lindenberg nun in seiner höchst eigenen Technik die so genannten „Likörelle“, eine Wortschöpfung aus Likör und...

Udo Lindenberg (* 1946 in Gronau) ist längst Kult, und auch für seine Malerei gilt: Er bleibt sich absolut treu und präsentiert lustvoll seine Panikwelten, die stets malerische Umsetzung seiner Musik und Weltauffassung sind. Seit Mitte der 1990er Jahre malt Lindenberg nun in seiner höchst eigenen Technik die so genannten „Likörelle“, eine Wortschöpfung aus Likör und Aquarell. Hier mischt der Künstler bunte Liköre mit Acrylfarben und trägt sie meisterlich in Aquarelltechnik auf Büttenpapier oder Leinwand auf. In diese kräftig bunten Farbwelten stellt Lindenberg mit schnellem Strich karikierend seine Protagonisten dar – von Rudi Ratlos bis hin zu der Klavierlehrerin.
Bei allen Gemälden Lindenbergs handelt es sich stets um Serien, die für sein Leben typische Sujets in Variationen zeigen. Diese seriellen Unikate entstehen sowohl auf Papier als auch auf Leinwand in unterschiedlichen Größen und Farbspielen.

"Bilder sollen Spaß machen, bis der Hut wegfliegt!"

 

 

 

 

 

 


Biografie

  • 1946 geboren in Gronau / Westfalen 
  • 1971 Erste LP auf englisch: "Lindenberg" 
  • 1972 Erste LP auf deutsch: "Daumen im Wind" 
  • 1973 Durchbruch mit "Andrea Doria" und erste Tournee mit dem Panikorchester 
  • 1974 LP "Ball Pompös" 
  • 1975 LP "Votan Wahnwitz"; Englische LP "No Panic" 
  • 1976 LPs "Galaxo Gang", "Waldemar Wunderbar" und "Sister King Kong" 
  • 1977 LP "Panische Nächte" 
  • 1978 "Dröhnland Symphonie" 
  • 1979 LP "Der Detektiv" 
  • 1980 Lindenberg-Spielfilm : "Panische Zeiten"; Album: "Panische Zeiten" 
  • 1981 LP "Udopia"; Bücher "Rock und Rebellion – ein panisches Panorama" und "Das Textbuch" 
  • 1982 LPs "Intensivstationen" und “Keule" 
  • 1983 DDR-Auftritt im Palast der Republik; LPs "Odyssee" und "Lindstärke 10" 
  • 1984 LP "Götterhämmerung" 
  • 1985 "Sündenknall" für die Afrika-Hilfe; LP: "Radio Eriwahn" 
  • 1986 LP "Phönix" 
  • 1987 LP "Feuerland"; Tour in der UdSSR; Politische Briefe mit Erich Honecker, Udo schenkt Honecker eine Lederjacke und erhält eine Schalmei 
  • 1988 LPs "Hermine" und "Casa Nova"; deutsch-russische LP "Lieder statt Briefe" 
  • 1989 Bundesverdienstkreuz am langen Bande; "El Panico" – eine erste Autobiographie 
  • 1991 LP "Ich will Dich haben"; Album "Gustav" 
  • 1992 LP "Panik-Panther" 1993 LP "Benjamin" 
  • 1994 25jähriges Bühnenjubiläum, es entsteht das Album "Hut ab" von Künstlerkollegen 
  • 1995 Erste große Bilder zu seinen Songs; LP "Kosmos" 
  • 1996 Bücher "Lindianer – Bilder in Panikcolor", "Udos Odyssee - Eine Panische Zeitreise in Bild und Ton" und "Hinterm Horizont geht's weiter"; LP "Und ewig rauscht die Linde" 
  • 1998 Album "Zeitmaschine" 
  • 1999 Ausstellung "Der Pakt" zum 250. Geburtstag von Goethe in den Kunstsammlungen Weimar 
  • 2000 Ausstellung Wiederbegegnung der Hüte, Joseph Beuys-Museum Schloss Moyland / Kleve; LP "Der Exzessor"; Start der Initiative "Rock gegen Rechte Gewalt" 
  • 2002 Bilderzyklus "Die zehn Gebote", St. Jacobi Kirche Hamburg; Premiere der Revue "Atlantic Affairs"; Film "Atlantic Affairs  Sterne, die nie untergehen" 
  • 2003 Der von Udo bemalte "Sonderzug nach Pankow" fährt am Tag der Deutschen Einheit; CD "Panikpräsident" 
  • 2004 Doppelausstellung im Mönchehaus Goslar "Zeitweise Paarweise" mit Bruder Erich Lindenberg; Eröffnung des rock’n’popmuseum in Gronau mit Bildern von Udo 
  • 2005 Ausstellung Lindenwerk, Palais Schaumburg und Haus der Geschichte Bonn 
  • 2006 "Meyers Großes Taschenlexikon" wird von Lindenberg gestaltet; "Eins Live Krone" für Lebenswerk; Gründung der Udo Lindenberg Stiftung in Calw 
  • 2007 Carl-Zuckmayer-Medaille
  • 2008 Album "Stark wie Zwei"  
  • 2009 Echo als "Bester Künstler national"; "Goldene Kamera" für sein Lebenswerk 
  • 2010 Verdienstorden des Landes NRW "für außerordentliche Verdienste für die Allgemeinheit"; erster Rockliner sticht in See; Dokumentarfilm "Die Akte Lindenberg"; Jacob-Grimm-Preis als "einflussreichster und erfolgreichster deutscher Rockmusiker der letzten 40 Jahre"; Sonderbriefmarken mit Lindenberg Motiven; „Bambi“ für sein Lebenswerk 
  • 2011 Premiere Musical "Hinterm Horizont"; Music Award 2011; "UDO. Die Ausstellung.", Schloss Neuhardenberg und Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg; Album "MTV Unplugged" 
  • 2012 Echo in den Kategorien „Künstler National Rock/Pop“ und „Erfolgreichste Musik-DVD-Produktion (national)“ 
  • 2014 Verdienstorden des Landes Berlin 
  • 2015 Echo (Würdigung für soziales Engagement) 
  • 2015 Panikparty Tour

 

Udo Lindenberg – Panikpinselei (von Michael M. Marks)

Udo Lindenberg ist Mensch, Künstler, Phänomen und Legende. Er ist Magier und Jongleur der Worte und vor allem Poet. Und er besitzt die Gabe, mit dem, was er ausspricht, Dinge zu vergolden. Außerdem ist er zeitlos; was er berührt, ist völlig alterungsbeständig.

„Muss er denn jetzt auch noch malen?“, werden wir manchmal gefragt: Ja, er muss! Denn Malerei ist für ihn nur ein weiteres Mittel, sich auszudrücken. Wenn das Licht der Bühne erlischt, betritt Udo Lindenberg über die Stufen der Palette das Parkett der bildenden Kunst. Dort ist er ebenso heimisch und präsent wie neben dem Klavier. Und virtuos. Über die Gesetzmäßigkeiten von Physiognomie sieht er beim Malen hinweg, da kann auch schon einmal eine Hand drei Finger haben, geht es ihm doch beim Niederwerfen seiner Ideen weniger um Bildgenauigkeit, als vielmehr um Verschmelzung von Leben, Musik und Malerei zu einem großen Ganzen. Und das gelingt ihm vortrefflich.

Aber alles schön der Reihe nach: Am 17. Mai 1946 erblickt Udo Lindenberg das Licht der Welt. Musikaffin war er seit jeher. Er hatte die typische Unruhe im Takt des Schlagzeugers in sich, schon damals, als er als Kellner begann. Viele Versuche, viele Kontakte, viele Pleiten in seinem Leben. Platten, die nur wenige haben wollten. Beginnend als Schlagzeuger, später kam noch Gesang dazu, erst Englisch, dann endlich deutsch mit seinem genialen Vokabular, das in Bild- und Metaphern-Reichtum unüberbietbar ist. Eine Marke. Erste Achtungserfolge, dann Durchbruch mit der Platte, die „Andrea Doria“ heißt, auf der der Gänsehaut-Song "Cello" zu finden ist. Und schon damals voller Wortwitz, Klangbilder, Alliterationen: Udo braucht niemand, der ihm diese Worte in den Mund schreibt, er ist eine Wort(er)findungsmaschine, eine menschliche, mit sehr viel Emotion. Immer ist er authentisch, wie man ihn auf der Bühne kennt, so ist er auch privat. "Keep cool, Marks, wir lassen die Engels fliegen", sagte er aus dem Stehgreif zu mir. Wobei trotz des Wortwitzes die Aufgeregtheit in Zusammenhang mit geplanten Vernissagen immer berechtigt war.

Lindenbergs großer Wurf ist schließlich der "Sonderzug nach Pankow", der nicht nur ein genialer Hit ist, sondern einfach auch großartig deutsch-deutsche Problematiken definiert. Und das auf eine humorvolle Art, die das Thema detailliert auf den Punkt bringt. Eine Kunst, die Lindenberg wie kaum ein zweiter beherrscht. Seine Erfolge geben ihm bis heute recht, denn auch die letzten beiden Alben "Stark wie zwei" (2008) und „MTV-Unplugged“ (2011) brechen alle Rekorde und gehen senkrecht auf Platz 1 der Charts.

Die Nächte im Hotel Atlantik bringen ihn an der Hotelbar über die Farbigkeit der vielen bunt schimmernden Flaschen in den Regalen auf die Idee, sich erst in Kleckereien auf Servietten, dann später auf Bütten und schlussendlich auf Leinwand auszutoben. Sein älterer Bruder ist Maler, vielleicht auch das ein Grund für ihn, Mikro und Schlagstock vorübergehend gegen Pinsel einzutauschen oder zumindest neugierig darauf zu werden?
Waren die ersten Versuche vielleicht noch nicht so sicher im Strich wie heute, war der Erfolg auch in diesem Genre schnell greifbar: 2003 zeigte Lindenberg seine Interpretation der 10 Gebote in der St. Jacobi Kirche in Hamburg und bereits zwei Jahre später im Haus der Geschichte in Bonn. Welch ein Siegeszug, in solchen Häusern ausstellen zu können, treibt manchem akademischen Maler Neidesblässe ins Gesicht. Wie hat er das vollbracht? Ob des großen Namens? Nein, das allein lässt einen Museumskurator nicht niederknien. Lindenberg nimmt in seinen Arbeiten für Galerien kein Blatt vor den Mund, er zeigt seine Sicht der Welt, gibt Statements, ist politisch. Seine Haltung gegen rechts ist stark und unbeirrbar. Das dokumentiert er auch in seinen Bildern. Die frühen Arbeiten, die man z.B. im Buch "Lindianer" sehen kann, haben noch nicht die Farbintensität heutiger Werke. Die Bilder des "Strichers von St. Pauli" (O-Ton Udo) sind in einer eigenen Technik entstanden, gemalt mit verschiedenen Likör-Sorten der Marke Bols, von ihm persönlich "Likörelle" getauft. Die Farbverläufe, Krater, Krakelees, Verwindungen des Alkohols innerhalb der Farbkontur sind kleine Kunstwerke in sich, das Malmittel ist allerdings von großer Nachteilhaftigkeit: Die Lichtbeständigkeit der Farbstoffe ist nicht sonderlich hoch, die Farbintenstät auf dem Papier gering. Deshalb mischt der Künstler inzwischen den Likören Acryl bei, so hat er die Vorteile beider Malmittel vereint. Inzwischen findet sich sein malerisches Werk in bedeutenden Sammlungen wie dem Haus der Geschichte Bonn oder dem Kanzleramt Berlin. Auch war er der erste deutsche Künstler, der 2010 zwei Briefmarken-Motive für die Deutsche Post gestaltete. Ein großer Achtungserfolg, nachdem er 2006 schon den Einband eines Lexikons künstlerisch gestaltet hatte. Das Honorar für die Briefmarke geht, wie bei so vielen Projekten in die Udo-Lindenberg-Stiftung.

Die Preise und Auszeichnungen für sein Schaffen (bis hin zum Bundesverdienstkreuz am Bande) sind mannigfaltig. Erwähnenswert ist der Jacob-Grimme-Preis für Sprache, der in Lindenberg einen außergewöhnlichen Träger gefunden hat. Seine Bildwerke haben in der Regel auch immer mit Sprache zu tun, weil das Wort das Bild nicht nur untermalt, sondern erklärt und karikiert, ohne dass die Bilder je in diese Richtung abdriften.

"Andere denken nach, wir denken vor", immer mit der Person des Malers und Sängers kombiniert, spricht von dem, was so typisch an ihm ist, einmalig. Die Gemälde Lindenbergs sind nicht allein Malerei, sie sind ein Stück Lindenberg selbst. Vielleicht finden sie deshalb so viele Freunde, man spürt ihre Authentizität, es ist fast als dürfe man sich Udo's Hut einmal aufsetzen. Ein Stück Lindenberg kann man sich mit ihnen auf alle Fälle mit in die eigenen vier Wände nehmen, etwas Zeit, die Udo während des Mal-Prozesses alleine dem Betrachter gewidmet hat.



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Der Künstler Udo Lindenberg

Udo Lindenberg (* 1946 in Gronau) ist längst Kult, und auch für seine Malerei gilt: Er bleibt sich absolut treu und präsentiert lustvoll seine Panikwelten, die stets malerische Umsetzung seiner Musik und Weltauffassung sind. Seit Mitte der 1990er Jahre malt Lindenberg nun in seiner höchst eigenen Technik die so genannten „Likörelle“, eine Wortschöpfung aus Likör und Aquarell. Hier mischt der Künstler bunte Liköre mit Acrylfarben und trägt sie meisterlich in Aquarelltechnik auf Büttenpapier oder Leinwand auf. In diese kräftig bunten Farbwelten stellt Lindenberg mit schnellem Strich karikierend seine Protagonisten dar – von Rudi Ratlos bis hin zu der Klavierlehrerin.
Bei allen Gemälden Lindenbergs handelt es sich stets um Serien, die für sein Leben typische Sujets in Variationen zeigen. Diese seriellen Unikate entstehen sowohl auf Papier als auch auf Leinwand in unterschiedlichen Größen und Farbspielen.

"Bilder sollen Spaß machen, bis der Hut wegfliegt!"

 

 

 

 

 

 


Biografie

  • 1946 geboren in Gronau / Westfalen 
  • 1971 Erste LP auf englisch: "Lindenberg" 
  • 1972 Erste LP auf deutsch: "Daumen im Wind" 
  • 1973 Durchbruch mit "Andrea Doria" und erste Tournee mit dem Panikorchester 
  • 1974 LP "Ball Pompös" 
  • 1975 LP "Votan Wahnwitz"; Englische LP "No Panic" 
  • 1976 LPs "Galaxo Gang", "Waldemar Wunderbar" und "Sister King Kong" 
  • 1977 LP "Panische Nächte" 
  • 1978 "Dröhnland Symphonie" 
  • 1979 LP "Der Detektiv" 
  • 1980 Lindenberg-Spielfilm : "Panische Zeiten"; Album: "Panische Zeiten" 
  • 1981 LP "Udopia"; Bücher "Rock und Rebellion – ein panisches Panorama" und "Das Textbuch" 
  • 1982 LPs "Intensivstationen" und “Keule" 
  • 1983 DDR-Auftritt im Palast der Republik; LPs "Odyssee" und "Lindstärke 10" 
  • 1984 LP "Götterhämmerung" 
  • 1985 "Sündenknall" für die Afrika-Hilfe; LP: "Radio Eriwahn" 
  • 1986 LP "Phönix" 
  • 1987 LP "Feuerland"; Tour in der UdSSR; Politische Briefe mit Erich Honecker, Udo schenkt Honecker eine Lederjacke und erhält eine Schalmei 
  • 1988 LPs "Hermine" und "Casa Nova"; deutsch-russische LP "Lieder statt Briefe" 
  • 1989 Bundesverdienstkreuz am langen Bande; "El Panico" – eine erste Autobiographie 
  • 1991 LP "Ich will Dich haben"; Album "Gustav" 
  • 1992 LP "Panik-Panther" 1993 LP "Benjamin" 
  • 1994 25jähriges Bühnenjubiläum, es entsteht das Album "Hut ab" von Künstlerkollegen 
  • 1995 Erste große Bilder zu seinen Songs; LP "Kosmos" 
  • 1996 Bücher "Lindianer – Bilder in Panikcolor", "Udos Odyssee - Eine Panische Zeitreise in Bild und Ton" und "Hinterm Horizont geht's weiter"; LP "Und ewig rauscht die Linde" 
  • 1998 Album "Zeitmaschine" 
  • 1999 Ausstellung "Der Pakt" zum 250. Geburtstag von Goethe in den Kunstsammlungen Weimar 
  • 2000 Ausstellung Wiederbegegnung der Hüte, Joseph Beuys-Museum Schloss Moyland / Kleve; LP "Der Exzessor"; Start der Initiative "Rock gegen Rechte Gewalt" 
  • 2002 Bilderzyklus "Die zehn Gebote", St. Jacobi Kirche Hamburg; Premiere der Revue "Atlantic Affairs"; Film "Atlantic Affairs  Sterne, die nie untergehen" 
  • 2003 Der von Udo bemalte "Sonderzug nach Pankow" fährt am Tag der Deutschen Einheit; CD "Panikpräsident" 
  • 2004 Doppelausstellung im Mönchehaus Goslar "Zeitweise Paarweise" mit Bruder Erich Lindenberg; Eröffnung des rock’n’popmuseum in Gronau mit Bildern von Udo 
  • 2005 Ausstellung Lindenwerk, Palais Schaumburg und Haus der Geschichte Bonn 
  • 2006 "Meyers Großes Taschenlexikon" wird von Lindenberg gestaltet; "Eins Live Krone" für Lebenswerk; Gründung der Udo Lindenberg Stiftung in Calw 
  • 2007 Carl-Zuckmayer-Medaille
  • 2008 Album "Stark wie Zwei"  
  • 2009 Echo als "Bester Künstler national"; "Goldene Kamera" für sein Lebenswerk 
  • 2010 Verdienstorden des Landes NRW "für außerordentliche Verdienste für die Allgemeinheit"; erster Rockliner sticht in See; Dokumentarfilm "Die Akte Lindenberg"; Jacob-Grimm-Preis als "einflussreichster und erfolgreichster deutscher Rockmusiker der letzten 40 Jahre"; Sonderbriefmarken mit Lindenberg Motiven; „Bambi“ für sein Lebenswerk 
  • 2011 Premiere Musical "Hinterm Horizont"; Music Award 2011; "UDO. Die Ausstellung.", Schloss Neuhardenberg und Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg; Album "MTV Unplugged" 
  • 2012 Echo in den Kategorien „Künstler National Rock/Pop“ und „Erfolgreichste Musik-DVD-Produktion (national)“ 
  • 2014 Verdienstorden des Landes Berlin 
  • 2015 Echo (Würdigung für soziales Engagement) 
  • 2015 Panikparty Tour

 

Udo Lindenberg – Panikpinselei (von Michael M. Marks)

Udo Lindenberg ist Mensch, Künstler, Phänomen und Legende. Er ist Magier und Jongleur der Worte und vor allem Poet. Und er besitzt die Gabe, mit dem, was er ausspricht, Dinge zu vergolden. Außerdem ist er zeitlos; was er berührt, ist völlig alterungsbeständig.

„Muss er denn jetzt auch noch malen?“, werden wir manchmal gefragt: Ja, er muss! Denn Malerei ist für ihn nur ein weiteres Mittel, sich auszudrücken. Wenn das Licht der Bühne erlischt, betritt Udo Lindenberg über die Stufen der Palette das Parkett der bildenden Kunst. Dort ist er ebenso heimisch und präsent wie neben dem Klavier. Und virtuos. Über die Gesetzmäßigkeiten von Physiognomie sieht er beim Malen hinweg, da kann auch schon einmal eine Hand drei Finger haben, geht es ihm doch beim Niederwerfen seiner Ideen weniger um Bildgenauigkeit, als vielmehr um Verschmelzung von Leben, Musik und Malerei zu einem großen Ganzen. Und das gelingt ihm vortrefflich.

Aber alles schön der Reihe nach: Am 17. Mai 1946 erblickt Udo Lindenberg das Licht der Welt. Musikaffin war er seit jeher. Er hatte die typische Unruhe im Takt des Schlagzeugers in sich, schon damals, als er als Kellner begann. Viele Versuche, viele Kontakte, viele Pleiten in seinem Leben. Platten, die nur wenige haben wollten. Beginnend als Schlagzeuger, später kam noch Gesang dazu, erst Englisch, dann endlich deutsch mit seinem genialen Vokabular, das in Bild- und Metaphern-Reichtum unüberbietbar ist. Eine Marke. Erste Achtungserfolge, dann Durchbruch mit der Platte, die „Andrea Doria“ heißt, auf der der Gänsehaut-Song "Cello" zu finden ist. Und schon damals voller Wortwitz, Klangbilder, Alliterationen: Udo braucht niemand, der ihm diese Worte in den Mund schreibt, er ist eine Wort(er)findungsmaschine, eine menschliche, mit sehr viel Emotion. Immer ist er authentisch, wie man ihn auf der Bühne kennt, so ist er auch privat. "Keep cool, Marks, wir lassen die Engels fliegen", sagte er aus dem Stehgreif zu mir. Wobei trotz des Wortwitzes die Aufgeregtheit in Zusammenhang mit geplanten Vernissagen immer berechtigt war.

Lindenbergs großer Wurf ist schließlich der "Sonderzug nach Pankow", der nicht nur ein genialer Hit ist, sondern einfach auch großartig deutsch-deutsche Problematiken definiert. Und das auf eine humorvolle Art, die das Thema detailliert auf den Punkt bringt. Eine Kunst, die Lindenberg wie kaum ein zweiter beherrscht. Seine Erfolge geben ihm bis heute recht, denn auch die letzten beiden Alben "Stark wie zwei" (2008) und „MTV-Unplugged“ (2011) brechen alle Rekorde und gehen senkrecht auf Platz 1 der Charts.

Die Nächte im Hotel Atlantik bringen ihn an der Hotelbar über die Farbigkeit der vielen bunt schimmernden Flaschen in den Regalen auf die Idee, sich erst in Kleckereien auf Servietten, dann später auf Bütten und schlussendlich auf Leinwand auszutoben. Sein älterer Bruder ist Maler, vielleicht auch das ein Grund für ihn, Mikro und Schlagstock vorübergehend gegen Pinsel einzutauschen oder zumindest neugierig darauf zu werden?
Waren die ersten Versuche vielleicht noch nicht so sicher im Strich wie heute, war der Erfolg auch in diesem Genre schnell greifbar: 2003 zeigte Lindenberg seine Interpretation der 10 Gebote in der St. Jacobi Kirche in Hamburg und bereits zwei Jahre später im Haus der Geschichte in Bonn. Welch ein Siegeszug, in solchen Häusern ausstellen zu können, treibt manchem akademischen Maler Neidesblässe ins Gesicht. Wie hat er das vollbracht? Ob des großen Namens? Nein, das allein lässt einen Museumskurator nicht niederknien. Lindenberg nimmt in seinen Arbeiten für Galerien kein Blatt vor den Mund, er zeigt seine Sicht der Welt, gibt Statements, ist politisch. Seine Haltung gegen rechts ist stark und unbeirrbar. Das dokumentiert er auch in seinen Bildern. Die frühen Arbeiten, die man z.B. im Buch "Lindianer" sehen kann, haben noch nicht die Farbintensität heutiger Werke. Die Bilder des "Strichers von St. Pauli" (O-Ton Udo) sind in einer eigenen Technik entstanden, gemalt mit verschiedenen Likör-Sorten der Marke Bols, von ihm persönlich "Likörelle" getauft. Die Farbverläufe, Krater, Krakelees, Verwindungen des Alkohols innerhalb der Farbkontur sind kleine Kunstwerke in sich, das Malmittel ist allerdings von großer Nachteilhaftigkeit: Die Lichtbeständigkeit der Farbstoffe ist nicht sonderlich hoch, die Farbintenstät auf dem Papier gering. Deshalb mischt der Künstler inzwischen den Likören Acryl bei, so hat er die Vorteile beider Malmittel vereint. Inzwischen findet sich sein malerisches Werk in bedeutenden Sammlungen wie dem Haus der Geschichte Bonn oder dem Kanzleramt Berlin. Auch war er der erste deutsche Künstler, der 2010 zwei Briefmarken-Motive für die Deutsche Post gestaltete. Ein großer Achtungserfolg, nachdem er 2006 schon den Einband eines Lexikons künstlerisch gestaltet hatte. Das Honorar für die Briefmarke geht, wie bei so vielen Projekten in die Udo-Lindenberg-Stiftung.

Die Preise und Auszeichnungen für sein Schaffen (bis hin zum Bundesverdienstkreuz am Bande) sind mannigfaltig. Erwähnenswert ist der Jacob-Grimme-Preis für Sprache, der in Lindenberg einen außergewöhnlichen Träger gefunden hat. Seine Bildwerke haben in der Regel auch immer mit Sprache zu tun, weil das Wort das Bild nicht nur untermalt, sondern erklärt und karikiert, ohne dass die Bilder je in diese Richtung abdriften.

"Andere denken nach, wir denken vor", immer mit der Person des Malers und Sängers kombiniert, spricht von dem, was so typisch an ihm ist, einmalig. Die Gemälde Lindenbergs sind nicht allein Malerei, sie sind ein Stück Lindenberg selbst. Vielleicht finden sie deshalb so viele Freunde, man spürt ihre Authentizität, es ist fast als dürfe man sich Udo's Hut einmal aufsetzen. Ein Stück Lindenberg kann man sich mit ihnen auf alle Fälle mit in die eigenen vier Wände nehmen, etwas Zeit, die Udo während des Mal-Prozesses alleine dem Betrachter gewidmet hat.

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Lindenberg_Wir-heben-ab_Grafik_ger

Von Udo Lindenberg »

Wir heben ab! No Panic - Grafik 2017, gerahmt
Original Serigrafie aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert Komplett gerahmt im silber-orangenen Rahmen mit Passepartout und optisch entspiegeltem Glas in Museumsqualität.
Lindenberg_Heimweh-nach-Sylt

Von Udo Lindenberg »

Heimweh nach Sylt - Grafik 2017, gerahmt
Original Siebdruck aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert Komplett gerahmt im silber-türkisen Rahmen mit Passepartout und optisch entspiegeltem Glas. Staubdicht verarbeitet in Museumsqualität.
udo-lindenberg-heimweh-nach-sylt-siebdruck_1

Von Udo Lindenberg »

Heimweh nach Sylt - Grafik 2017
Original Siebdruck aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert
Lindenberg_Bunte-Republik-gerahmt

Von Udo Lindenberg »

Bunte Republik Deutschland - Grafik 2017, gerahmt
Original Siebdruck aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert Komplett gerahmt im silber-roten Rahmen mit Passepartout und optisch entspiegeltem Glas. Staubdicht verarbeitet in Museumsqualität.
Lindenberg_Bunte-Republik-Deutschland

Von Udo Lindenberg »

Bunte Republik Deutschland - Grafik 2017
Original Siebdruck aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert
Udo-Andrea-Doria-Grafik-neu

Von Udo Lindenberg »

Andrea Doria (neu) - Grafik 2017
Original Siebdruck aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert
Lindenberg_Andrea-Doria-2017-Grafik-gerahmt

Von Udo Lindenberg »

Andrea Doria (neu) - Grafik 2017, gerahmt
Original Siebdruck aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert Komplett gerahmt im silber-blauen Rahmen mit Passepartout und optisch entspiegeltem Glas. Staubdicht verarbeitet in Museumsqualität.
Lindenberg_Grafik_Ahoi-Hamburg_ger

Von Udo Lindenberg »

Ahoi Hamburg - Grafik, gerahmt
Original Siebdruck aus dem Jahr 2016 nummeriert und handsigniert Komplett gerahmt im silber-roten Rahmen mit Passepartout und optisch entspiegeltem Glas. Staubdicht verarbeitet in Museumsqualität.
Lindenberg_Grafik_Greif-nach-deinem-stern_ger

Von Udo Lindenberg »

Greif nach Deinem Stern - Grafik, gerahmt
Original Siebdruck aus dem Jahr 2016 nummeriert und handsigniert Komplett gerahmt im silber-türkisen Rahmen mit Passepartout und optisch entspiegeltem Glas. Staubdicht verarbeitet in Museumsqualität.
Lindenberg_Ich-mach-mein-Ding-pink

Von Udo Lindenberg »

Ich mach mein Ding - Grafik 2017 pink
Original Serigrafie aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert
Lindenberg_Ich-mach-mein-Ding-2017,gerahmt

Von Udo Lindenberg »

Ich mach mein Ding - Grafik 2017 grün-silber,...
Original Serigrafie aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert Komplett gerahmt in einer silberfarbenen Leiste mit grauer Kante mit Passepartout und optisch entspiegeltem Glas in Museumsqualität.
Lindenberg_Ich-mach-mein-Ding-silber-gruen

Von Udo Lindenberg »

Ich mach mein Ding - Grafik 2017 grün-silber
Original Serigrafie aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert
Lindenberg_Panic-Power-Porsche

Von Udo Lindenberg »

Panic Porsche Power - Grafik 2016, gerahmt
Original Siebdruck aus dem Jahr 2016 nummeriert und handsigniert Komplett gerahmt im silber-orangen Rahmen mit Passepartout und optisch entspiegeltem Glas. Staubdicht verarbeitet in Museumsqualität.
Lindenberg_Panic-Porsche-Power

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Panic Porsche Power - Grafik 2016
Original Siebdruck aus dem Jahr 2016 nummeriert und handsigniert
Lindenberg-Grafik-2016_Happy Xmas

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Happy Xmas - Grafik 2016
Original Siebdruck aus dem Jahr 2016 nummeriert und handsigniert
Lindenberg-Grafik-2016_Stark wie zwei

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Stark wie zwei - Grafik 2016
Original Siebdruck aus dem Jahr 2016 nummeriert und handsigniert
Lindenberg-Grafik-2016-Andere_denken_nach

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Andere denken nach - Grafik 2016
Original Siebdruck aus dem Jahr 2016 nummeriert und handsigniert
Lindenberg-Sie-spielte-Cello

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Sie spielte Cello - Grafik 2017
Original Siebdruck aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert
Lindenberg_No-Panic-gerahmt

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No Panic - Grafik 2017, gerahmt rot-silber
Original Siebdruck aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert Komplett gerahmt im silber-roten Rahmen mit Passepartout und optisch entspiegeltem Glas. Staubdicht verarbeitet in Museumsqualität.
Lindenberg_No-Panic-Grafik-2017

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No Panic - Grafik 2017
Original Siebdruck aus dem Jahr 2017 nummeriert und handsigniert
Lindenberg_Cool-im-Pool-Grafik-gerahmt

Von Udo Lindenberg »

Cool im Pool - Grafik 2016, gerahmt
Original Siebdruck aus dem Jahr 2016 nummeriert und handsigniert Komplett gerahmt im silber-grünen Rahmen mit Passepartout und optisch entspiegeltem Glas. Staubdicht verarbeitet in Museumsqualität.
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