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Biografie
1983-89 Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München, Meisterschüler bei Professor Robin Page 1987 Stipendium der Jubiläums-Stipendien-Stiftung der Akademie der Bildenden Künste München 1988 Förderung durch die Mathias Pschorr-Stiftung, Hackerbräu 1994-96 Atelierstipendium der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart seit 2000 Lehraufträge an der Philipps-Universität Marburg, der Hochschule Reutlingen und der Fachhochschule Augsburg 2005 Kunstpreis der Stadt Limburg 2007-08 Vertretungsprofessur für Grafik und Malerei an der Philipps-Universität Marburg lebt in Stuttgart
Tillmann Damrau hat eine ganz eigene, unverkennbare Bildsprache. Sämtliche, nach theoretischen Maßstäben bildkonstituierende Elemente – Linie – Farbe – Form - sind auch in seinen Arbeiten vorhanden, selbstverständlich benennbar. Bei ihm gilt es noch zusätzlich auf die Komponente Raum hinzuweisen, denn aus den genannten Elementen, mit denen er Figuren, Situationen, Räume herstellt, formt sich letztendlich auch der meist nicht sehr in die Tiefe reichende Raum, in den die Figuren eingestellt sind. Dieser bildet die Plattform für den Betrachter, sich mit den Arbeiten und deren Inhalte auseinander zu setzen. Mit der Linie werden die Figuren, die Protagonisten umschrieben, die wie Dr. Degreif es beobachtete, „expressiv ohne Übertreibung, ohne Pathos“ dastehen. Farbe kennzeichnet Räumlichkeiten, kann eine Figur aus einem erzählerischen Inhalt herausheben, schafft Lebendigkeit. Beide zusammen setzen die jeweiligen innerbildlichen Elemente in ein Spannungsfeld, in das nun endlich auch der Betrachter eingebunden wird. Er erhält Informationen, die er durchaus in sachliche Bezüge stellen kann. Aber was ist das Genuine an den Arbeiten Tillman Damraus? Was macht diesen Künstler so einzigartig, so unverwechselbar? Tillmann Damrau schafft eine eigene raum-zeitliche Dimension. Mit dem Spiel von Zeichnung, Farbe, Malerei in dem von ihm geschaffenen spezifischen Bildraum, vernetzt er durch das Anschauen, diesen imaginären Ort mit dem erlernten/erfahrenen Wissen des Betrachters um Räume. Mit dem Sichtbaren wird der Blick auf das Unsichtbare gelenkt. Dem Betrachter wird der Blick für die existenzielle Erfahrung der Leere, des Unsichtbaren geöffnet. Situationen, mit denen wir auch täglich umgehen, ohne zu hinterfragen. Tillmann Damrau ist ein geheimnisvoller Geschichtenerzähler, der uns in die Handlung mit einbezieht, aber sowohl den Anfang, als auch das Ende der Erzählungen verheimlicht, im Raum belässt. Dr. Christel Wagner-Niedner |