Herman van Veen (* 14.3.1945)
Er ist eine Ikone: Sänger, Musiker, Komponist,
Theaterregisseur, Autor und Clown.
Seit Jahrzehnten begeistert Herman van Veen mit seiner unverwechselbaren
Stimme, seiner Poesie und seiner Bühnenkunst ein internationales Publikum.
Seine Konzerte weltweit sind meist ausverkauft. Was jedoch nur wenige wissen
und dringend geändert werden muss: Herman van Veen malt.
Im September dieses Jahres zeigt die Galerie am Dom eine exklusive Auswahl seiner Malerei – ganz im Geist seiner Musik. Innerhalb seines Gesamtwerks nimmt sie eine höchst persönliche Stellung ein. Nicht zuletzt deshalb, weil sich der Künstler nach dem Tod seiner Eltern verstärkt dieser Ausdrucksform zuwandte.
Ist Herman van Veen als Musiker, Poet und Theaterkünstler seit Jahrzehnten international bekannt, wirken seine Bilder beinahe intim – wie stille Rückzugsorte: intuitiv, poetisch und frei von theoretischer Begrenzung.
Seine Arbeiten sind überwiegend abstrakt. Hier und da tauchen Formzitate auf, die an Musikinstrumente erinnern. Das Œuvre lebt von Farbe, Rhythmus und Bewegung, von Atmosphäre und Empfindung. Manche Werke erinnern in ihrer Komposition beinahe an musikalische Improvisationen: Farbflächen begegnen einander und durchdringen sich wie Klangräume; Linien entwickeln Takt und Dynamik; Licht erscheint wie ein eigener Klangkörper und setzt sich gegen den Schatten in Szene.
Gerade diese Nähe zur akustischen Komposition – dieses ständige Durchscheinen des Vollblutmusikers in der Farbe – macht seine Malerei für viele Sammler so faszinierend. Denn man spürt, dass hier kein strategischer Kunstmarktansatz im Vordergrund steht, sondern ein unmittelbarer innerer Ausdruck. Hier malt niemand aus wirtschaftlichem Kalkül; vielmehr manifestiert sich etwas zutiefst Persönliches auf der Leinwand.
Der Künstler selbst formulierte es sinngemäß so:
„Was ich nicht sagen, schreiben, singen oder spielen kann, male ich.“
Stilistisch lassen sich Berührungspunkte zur lyrischen Abstraktion oder zum europäischen Informel erkennen – Parallelen, denen Herman van Veen jedoch ohne theoretischen Anspruch oder intellektuelles Konzept folgt.
Sein Werk ist erfüllt von Lebendigkeit, Wärme und poetischer Offenheit. Oft strahlt es zugleich Melancholie und Leichtigkeit aus – eine seltene Kombination.
Für Kunstfreunde liegt der besondere Reiz dieser Arbeiten häufig genau darin: Sie tragen die Handschrift eines kulturell längst etablierten Künstlers, der frei von Erwartungen und stilistischen Zwängen arbeiten kann. Gerade daraus entsteht eine Authentizität, die heute selten geworden ist.
Die emotionale Qualität, die starke Persönlichkeit und die kulturelle Aura seiner Arbeiten machen Herman van Veens Malerei für jene Menschen besonders wertvoll, die Kunst als etwas Atmosphärisches und Lebensbegleitendes verstehen.
Diese Wesensmerkmale, verbunden mit gestischer Kraft und malerischer Dichte, offenbaren einen klugen, emotionalen und hoch kreativen Bildautor. Einen Künstler, der das Charisma, das man spürt, wenn er einen Raum betritt, auch mit Farbe auf die Leinwand übertragen kann.
Welch eine Ehre, ihm und seiner Kunst begegnen
zu dürfen.
bedankt, Herman.
MMM
Foto: Ingrid Verbraeken
Klein Schilderwerk Achterlangs No. 32
Preis auf Anfrage
Klein Schilderwerk Dez No VII
Acryl auf Papier aus dem Jahr 2025
Preis auf Anfrage