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Der Künstler Heinz Mack

Heinz Mack (*1931), documenta-Teilnehmer und Vertreter Deutschlands auf der Biennale 1970 in Venedig, ist auch im Jahr 2017 ein absoluter Klassiker der deutschen Kunstgeschichte. Jedem an Kunst Interessierten sind seine experimentellen Licht-Werke ein Begriff, ebenso wie seine Skulpturen und farbintensiven Gemälde, die im renommierten MoMA New York oder dem Museum Centre Pompidou Paris gezeigt werden.

Die künstlerischen Anfänge Macks liegen in den 1950er Jahren in Düsseldorf, wo er mit Otto Piene die Künstlergruppe ZERO gründete, der sich später auch Günter Uecker anschloss.

Biografie

  • 1931 in Lollar geboren 
  • 1950-53 Studium an der Kunstakademie 
  • 1952-56 Studium der Philosophie an der Universität Köln 
  • 1956 begegnet Mathieu, Tinguely und Klein in Paris 
  • 1956-66 organisiert mit Otto Piene und Günther Uecker die ZERO-Gruppe
  • seit 1962 Reisen in die Wüsten von Nordafrika 
  • seit 1964 Reisen nach New York 
  • seit 1967 lebt Mack auf einem Bauernhof bei Mönchengladbach 
  • seit 1968 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin 
  • seit 1997 Künstler der Galerie am Dom 
  • 2003 Zero Ausstellung in den Räumen der Stadt Wetzlar u. a. mit Gemälden und Grafiken von Heinz Mack
  • 2013 Heinz Mack Grafik-Ausstellung im Stadthaus am Dom, Wetzlar
  • 2015 Heinz Mack "Licht.Schatten,Museum Frieder Burda, Baden-Baden
  • 2017 Moses Mendelsohn-Medaille


Licht und Farbe als Magie
(von Michael M. Marks)

Über Heinz Mack zu schreiben, ist keine Aufgabe, vielmehr eine Freude. Der Maler, Grafiker und Bildhauer ist einer der wichtigsten Kunstschaffenden unserer Epoche. Alle Stationen, die einem international erfolgreichen Künstler von Wert sein dürften, hat er erreicht.

Bereits mit 19 Jahren kam der 1931 in Lollar geborene Heinz Mack in die Düsseldorfer Kunstakademie, wunderte sich nach eigenen Worten über seine Aufnahme, wo er doch nicht einmal naturalistisch zeichnen konnte. Schon damals galt sein Interesse eher abstrakten Kompositionen, wenn auch denen am Klavier, für das er sich mehr Zeit nahm als für den Pinsel.

Existenziell für Mack war, was ihm sein Professor Otto Coester zu diesem Zeitpunkt vermitteln konnte, nämlich „zu erfahren, wer man wirklich ist“. Für seine Kunst prägend nennt er hingegen seinen Lehrer Ewald Mataré, auch wenn dieser seiner Vorstellung nach seinerzeit fast zu kleinteilig arbeitete. Denn Mack agiert in anderen Dimensionen. Im Gegensatz zu seinen Kommilitonen begeistert er sich für Monumentales, will Mittler zwischen Himmel und Erde sein.

Als er die Akademie verlässt, ist er einer der besten Aktzeichner seiner Schule  was, nur nebenbei, begründete Zweifel an seiner Aussage zulässt, bei Beginn des Studiums kein guter Zeichner gewesen zu sein. Mack interessierte sich, wie es sich zu dieser Zeit gehört, für den Tachismus und das deutsche Informel, bis er dann in Düsseldorf mit Otto Piene im Jahr 1955 ein Atelier in der Gladbacher Straße bezieht. Aber er beschäftigt sich nicht nur mit der Frage, wie es mit der Malerei weitergehen soll, sondern auch mit dem Problem der Darstellung von Vibration und Licht. Justament aus diesen Studien entstehen die ersten jener schwarzweißen Bilder, von denen Mack später einmal sagen wird: „Wer schwarzweiße Bilder malt, muss viel von Farbe verstehen“; außerdem nehmen Installationen Gestalt an, bei denen er Licht auf Folien und Aluminium bannt. Auf faszinierende Weise nutzt er die Wirkung dieser Materialien und entlockt ihnen ungeahnte Geheimnisse.

Bereits 1957 gründet Mack zusammen mit Piene die Künstlergruppe ZERO. Sie verstehen ZERO „als Namen für eine Zone des Schweigens und neuer Möglichkeiten“, als „unmeßbare Zone, in der ein alter Zustand in einen unbekannten neuen übergeht“. Hatten sich die Künstler des Informel aus den Fängen der Verbote der nationalsozialistischen Kulturhungerzeit durch die Sprengung der Form befreit, mussten die ZERO-Mitglieder selbst dieses Vermächtnis hinter sich lassen und von Grund auf neu beginnen. 1961 schließt sich auch Günther Uecker der Gruppe an und es entstehen gemeinsame Projekte wie die „Lichtmühlen“, parallel verfolgen die Künstler aber separat ihre eigenen Themen weiter.

Lange Zeit arbeitet Mack als Bildhauer und wendet sich auf Jahre von der Malerei ab. Aber nur um sie später, nach Ewigkeiten, erneut aufzuspüren auf der Suche nach der wahrhaftigen Dreidimensionalität, der Darstellung von Bewegung und dem Licht, das der Farbe innewohnt. Er befasst sich mit Goethes „Farbenlehre“, dem „Westöstlichen Divan“ und nennt in Interviews selbst das Glitzern des Meeres als eines seiner vielen Themen. Es geht ihm um innere Struktur, Raster und eine durchgehende Wirkung von Farbe, die keine Schwerpunkte hat, um Energiefelder voller Lebendigkeit, um Schwingungen und Leidenschaft für Frequenz, um Spannung und Dynamik, aber auch um Entschleunigung. Denn all dies gibt dem Bild seinen Impetus. So fängt Mack die Lebendigkeit der Farbe ein und macht sie zu seinem Bildthema. Und trotz philosophischer Thesen in seinem Werk, die auf Hegel'schen Theorien gründen, ist es ihm wesentlich, dass Kunst erfahrbar ist und bleibt.

Heinz Mack war mehrmals Teilnehmer der documenta und der Biennale in Venedig, hatte hunderte von Einzelausstellungen und ist weltweit in den Sammlungen aller wichtigen Museen vertreten – ein „Must-have“ jeder renommierten Sammlung. Ihn mit seinen Arbeiten in Wetzlar zu wissen, ist eine große Ehre für unsere Stadt, nicht zuletzt, weil Mack durch seinen Geburtsort Lollar einen engen Bezug zu Mittelhessen hat und der wohl bedeutendste Künstler mit diesen Wurzeln ist.

Seit 1970 arbeitet der Künstler an monumentalen Skulpturen und Platzgestaltungen z. B. für die Weltausstellung in Osaka, das Olympiagelände in München, Spielcasino in Aachen, IBM, Mercedes in Stuttgart, Landesversicherungsanstalt in Düsseldorf, Dresdner Bank in Frankfurt, Domplatz in Köln, Europa Center in Berlin, eine Kapelle in Neuss, Landtag in Düsseldorf, Universität Tübingen.

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Später Sommer

Von Heinz Mack »

Später Sommer
Farbserigrafie von 35 Sieben auf Bütten aus dem Jahr 2007 handsigniert, datiert und nummeriert 20 Exemplare der arabisch nummerierten Auflage wurden um 180 Grad gedreht und signiert, die X arabisch nummerierten Exemplare im Querformat....
8.900,00 €
Belvedere im Vergolderrahmen

Von Heinz Mack »

Belvedere im Vergolderrahmen
Farbserigrafie mit 34 Sieben auf Bütten aus dem Jahr 2013 handsigniert, datiert und nummeriert Komplett gerahmt im übereck Echtsilber-Rahmen mit Passepartout und optisch entspiegeltem Glas| staubdicht verarbeitet in Museumsqualität.
7.800,00 €
Blue Field

Von Heinz Mack »

Blue Field
Original Siebdruck von 35 Sieben signiert und nummeriert aus dem Jahr 2016
5.950,00 €
Ein Sommertag 1993

Von Heinz Mack »

Ein Sommertag 1993
Farbserigrafie von 25 Sieben auf Bütten aus dem Jahr 1993 handsigniert, datiert und nummeriert LETZTES EXEMPLAR! in einem weißen Ausstellungsrahmen
6.950,00 €
Sahara Edition Station No. 8 - Der Corso

Von Heinz Mack »

Sahara Edition Station No. 8 - Der Corso
Einzelblatt der Sahara-Edition, die mit 13 Arbeiten zu den Stationen des Sahara-Projekts 1961 erstmals erschien. Mischtechnik aus den Jahren 1972-75 im Ausstellungsrahmen LETZTES EXEMPLAR!
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Sahara Edition Station No. 4 - Die Sandreliefs

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Sahara Edition Station No. 4 - Die Sandreliefs
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Sahara Edition Station No. 5 - Künstliche Wälder und Gärten

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Sahara Edition Station No. 5 - Künstliche...
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6.900,00 €
Idee und Materie

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Idee und Materie
Edelstahlskulptur auf einem runden Holzsockel aus dem Jahr 1990
Preis auf Anfrage
Apollo in meinem Atelier

Von Heinz Mack »

Apollo in meinem Atelier
Katalog zum Werk von Heinz Mack aus dem Wienand-Verlag
38,00 €
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